Thüringer Bergbahn

Die Thüringer Bergbahn ist eine historische Standseilbahn im Schwarzatal im Thüringer Wald und gilt als bedeutendes technisches Denkmal. Sie wurde 1923 eröffnet und verbindet die Talstation in Obstfelderschmiede mit der Bergstation in Lichtenhain. Die Anlage besteht aus einer 1,35 km langen Standseilbahn, die einen Höhenunterschied von etwa 323 Metern überwindet, und einer daran anschließenden 2,6 km langen, elektrischen Flachstrecke, die nach Cursdorf führt.
Die Bergbahn weist eine maximale Steigung von bis zu 25 % auf und ist die steilste Standseilbahn zum Transport normalspuriger Eisenbahnwagen. Sie zählt damit zu den weltweit bekanntesten Anlagen dieser Bauart. Ursprünglich wurde die Bahn für den Gütertransport der regionalen Glas- und Porzellanindustrie errichtet. Heute dient sie überwiegend dem öffentlichen Personennahverkehr und erfüllt zugleich eine bedeutende Funktion als touristische Attraktion.
Die Fahrt mit der Thüringer Bergbahn dauert rund 18 Minuten und ermöglicht Ausflüglern weite Ausblicke auf die Landschaft des Thüringer Waldes. Seit 1980 steht die Anlage unter Denkmalschutz und gilt als Denkmal der Produktions- und Verkehrsgeschichte. Der Betrieb erfolgt heute durch die DB RegioNetz Verkehrs GmbH.
Fotos: Paul Hetschel