Marolin Manufaktur

Marolin Manufaktur

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Im Jahr 1900 wurde die MAROLIN® Manufaktur, durch Richard Mahr gegründet. Das Haus in Steinach wurde in den ersten Jahren sowohl zum Wohnen als auch zum Arbeiten genutzt. Es war in der Gegend ein klassicher Familienbetrieb. Die Belegschaft bestand in den ersten Jahren aus Richard Mahr und seiner Frau Minna. Vertrieben wurden dir Produkte in einer Verlegerfirma in Sonneberg. Richard Mahr schuf die ersten Modelle seiner Figuren noch selbst. Um 1910 waren bereits 10 Arbeiter und 1 Lehrjunge in der Firma beschäftigt. Etwa 1920 trat der aus Steinach stammende Modelleur Julius Weigelt in die Firma ein. Von da an fertigte er alleine die Modelle für das gesamte Figurensortiment. Seine Figuren orientierten sich an einen heimatlichen und volkstümlichen Stil, wie er in den 20er Jahren beliebt war und unter anderem auch von Josef Bachlechner in Tirol vertreten wurde.  Im Jahr 1924 entschloß man sich dazu, ein eigenes Firmengebäude zu bauen. Dies geschah durch die Aufstockung des Mahr´schen Elternhauses um ein Stockwerk und den Anbau eunes sieben Fensterachsen umfassenden Werkstatt- und Lagergebäudes. 1936 wurde eine erneute Erweiterung notwenidg, sodass der Anbau 14 Fensterachsen umfasste. Das Gebäude galt damals als eines der größten und modernsten Industriegebäude in Steinach. 1940 wurde die Produktion der MAROLIN Figuren völlig eingestellt, da die männlichen Mitarbeiter zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Nach 1945 schien die Firma aufgrund der raschen Wiederherstellung der Geschäftsbeziehungen zunächst an den Erfolg der Vorkriegsjahre anknüpfen zu können und man war guter Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft.  Die Bildung der zwei deutschen Staaten sollte aber die Geschäftsentwicklung stark behindern. Im Jahr 1958 kam es zu einer weiteren Trägödie in der Firmengeschichte: Der Dachstuhl des Firmangebäudes sowie der Kistenschuppen, große Teile der Lagerräume und die Garagenaufbauten fielen dem Feuer zu Opfer. Die Flammen, der Rauch und vorallem das Löschwaser zerstörten vieles. Die Brandursache ist bis heute ungeklärt. In den Folgejahren geriet die Herstellung von Krippenfiguren und Devotionalien mehr und mehr in dern Hintergrund. Aufgrund fehlender Nachfrage wurden bereits Mutterformen verschiedener christlicher Formren vernichtet. Nach der Enteignung 1972 setzte sich die Vernichtung der altern Formen unter den neuen Eigentümern fort. Man schätzt, dass etwa ein Drittel der alten Formen dadurch verloren gegangen sind. 

Auch heute werden die MAROLIN Figuren nach wie vor von Hand produziert und anschließend liebevoll von Hand bemalt. Den unverwechselbaren Endschliff erhalten die Figuren durch die Abschließend aufgebrachte Patina. 

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